Erstkommunionfeiern mit persönlicher Note

In Rückschau auf die Erstkommunionen 2020 stellen sich bemerkenswerte Einsichten ein

Es war fast eine Glaubensfrage: Wie und wann sollten die Erstkommunionen in den Pfarreien gefeiert werden? Vielerorts gab es große Vorbehalte gegenüber einer Aufsplittung in kleinere Gruppen. Bedenken bezüglich der Maskenpflicht, der beschränkten Teilnehmerzahl oder der Feierlichkeit wurden laut.

Viele Verantwortliche in den Pfarreien machten sich die Mühe, in den Entscheidungsprozess Gruppenleitungen und/oder Eltern intensiv einzubinden. Dies bedeutet für die Akzeptanz der Entscheidungen und das Gefühl eines Miteinanders auf jeden Fall ein großes Plus. Doch das Ergebnis war nicht immer eindeutig und konnte ortsabhängig sehr unterschiedlich ausfallen. Eine gute Erfahrung war der Versuch, das Fest zusammen mit den Eltern einmal von den Kindern her zu denken, weniger von den eigenen Ansprüchen.

Der große Teil der Erstkommunionen 2020 wurde inzwischen gefeiert, sei es im Freien oder in den Kirchen, mit mehr oder weniger Gästen, sowohl an Werk- wie Sonntagen, aufgeteilt in acht oder sogar noch mehr Gottesdienste innerhalb einer Seelsorgeeinheit. Und das stets mit der Unterstützung und dem Einsatz von sehr vielen Haupt- und Ehrenamtlichen.

Trotz all der Abstriche, die mit Blick auf die üblicherweise inhaltlich wie musikalisch eher aufwendigen Kommunions-gottesdienste diesmal geleistet werden mussten, überraschten dann umso mehr Rückmeldungen wie: „Es war eine ganz besondere Erstkommunion, weil es so persönlich war“ oder „Es ist schön zu sehen, wie sich die Pfarrei in dieser Zeit um ihre Erstkommunionkinder bemüht“ oder „Von drei Erstkommunionen die ich hier erlebt habe, war diese die schönste!“.

Aus solchen Rückmeldungen nehmen wir die Erkenntnis mit, dass gerade in dieser Zeit das Persönliche eine viel größere Bedeutung gewinnt. Manche SeelsorgerInnen der Region Süd berichteten davon, dass die persönlichen Gespräche mit den Eltern im Kontext der Erstkommunion so tiefgehend und intensiv wie selten waren.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie angesichts der zeitlichen Ressourcen auf eine solche Erkenntnis reagiert werden kann.

Vielleicht ist es an der Zeit, auch mit Blick auf die Erstkommunionen 2021 Ressourcen woanders einzusparen, indem wir uns im Dekanat zusammentun und miteinander neue Ideen, Umsetzungswege überlegen und entwerfen. Im Dekanat Bad Tölz gab es so ein erstes Treffen der Erstkommunionverantwortlichen bereits. Und es tat gut, sich in dieser Zeit nicht mehr nur als Einzelkämpfer auf weiter Flur zu erleben.

Christoph Freundl
Referent des Bischofsvikars
und Pastoralreferent in der Pfarrei Lenggries

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Weihbischof Wolfgang Bischof

Bischofsvikar für die Seelsorgeregion

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